Arten
Häufig gehaltene Arten
Woher eine Art kommt, welches Klima sie braucht und was die Schweizer Tierschutzverordnung dazu sagt. Für Reptilien und Amphibien stammen Haltung, Herkunft und Rechtslage aus dem Datenbestand der App. Dieselben Texte, die dort im Steckbrief stehen. Bei Spinnen, Skorpionen und Insekten greift die Tierschutzverordnung nicht, weil sie nur Wirbeltiere, Kopffüsser und Panzerkrebse erfasst; das steht dort auch so. Wo etwas fehlt, steht das ebenfalls da.
- Arten
- 93
- mit Pflegeprofil
- 92
- bewilligungspflichtig
- 12
- in der Schweiz verboten
- 1
Schlangen
Zu allen Schlangen liegt ein vollständiges Pflegeprofil vor.
Afrikanische Hausschlange Boaedon fuliginosus Flink, nachtaktiv und ausgesprochen ausbruchsfreudig. Wer sie hält, prüft jede Dichtung und jeden Spalt zweimal. Einsteiger Afrika südlich der Sahara Keine Bewilligung
Kalifornische Kettennatter Lampropeltis californiae Wach, unterwegs und mit ausgeprägtem Futtertrieb. Sie frisst im Zweifel auch andere Schlangen. Einzelhaltung ist deshalb keine Empfehlung, sondern Pflicht. Einsteiger Westliches Nordamerika Keine Bewilligung
Kenianische Sandboa Eryx colubrinus Sie verbringt den grössten Teil des Tages eingegraben. Ein tiefes, grabfähiges Substrat ist wichtiger als jede sichtbare Einrichtung. Einsteiger Nordost- und Ostafrika Artenschutz beachten
Kornnatter Pantherophis guttatus Die Kornnatter gilt als Einsteigerschlange. Zu Recht: Sie ist robust, gut zu beobachten und stellt keine ungewöhnlichen Ansprüche. Anspruchslos ist sie damit nicht. Einsteiger Nordamerika Keine Bewilligung
Königspython Python regius Ruhig, kompakt und in unzähligen Farbformen verbreitet. Der Königspython verzeiht wenig bei Klima und Versteckangebot. Futterpausen sind bei ihm normal, aber nie unbeobachtet zu lassen. Einsteiger West- und Zentralafrika Artenschutz beachten
Schwarze Königsnatter Lampropeltis nigra Einfarbig schwarz, aktiv und mit kräftigem Appetit. In Haltung und Ansprüchen der Kalifornischen Kettennatter nahe, samt deren Neigung, Artgenossen zu fressen. Einsteiger Osten der USA Keine Bewilligung
Strumpfbandnatter Thamnophis sirtalis Tagaktiv, lebhaft und dadurch gut zu beobachten. Ihre Ernährung ist der kritische Punkt: einseitige Fischkost führt zu Mangelerscheinungen. Einsteiger Nordamerika Keine Bewilligung
Amurnatter Elaphe schrenckii Eine grosse, robuste Kletternatter aus Nordostasien. Sie kommt mit kühleren Phasen gut zurecht: Dauerhafte Wärme bekommt ihr dagegen schlecht. Fortgeschritten Nordostasien Keine Bewilligung
Blutpython Python brongersmai Schwer, breit und bodengebunden. Er braucht Fläche statt Höhe und reagiert empfindlich auf Hitze und stehende Luft. Fortgeschritten Südostasien Artenschutz beachten
Boa constrictor Eine kräftige Würgeschlange, die deutlich grösser wird, als viele erwarten. Wer sie hält, plant das Terrarium für das ausgewachsene Tier, nicht für das Jungtier. Fortgeschritten Mittel- und Südamerika Artenschutz beachten
Kurzschwanzpython Python curtus Der kleinere Verwandte des Blutpythons: gedrungen, wenig kletterfreudig und auf gleichmässig warme, gut belüftete Bedingungen angewiesen. Fortgeschritten Sumatra Artenschutz beachten
Mexikanische Königsnatter Lampropeltis mexicana Eine versteckt lebende Königsnatter aus dem mexikanischen Hochland. Sie braucht Struktur und kühlere Nächte als ihre bekannteren Verwandten. Fortgeschritten Nordmexiko Keine Bewilligung
Milchschlange Lampropeltis triangulum Hinter dem Namen steckt eine ganze Gruppe von Unterarten mit spürbar unterschiedlichen Ansprüchen. Wer eine hält, muss zuerst wissen, welche. Fortgeschritten Nordamerika Keine Bewilligung
Schönnatter Elaphe taeniura Sehr aktiv, sehr schnell und sehr kletterfreudig. Sie braucht ein hohes, geräumiges Terrarium und Unterartkenntnis für das richtige Klima. Fortgeschritten Süd- und Ostasien Keine Bewilligung
Teppichpython Morelia spilota Halbbaumbewohnend, nachtaktiv und je nach Unterart sehr unterschiedlich gross. Kletterhöhe und stabile Äste sind bei ihm keine Deko, sondern Grundausstattung. Fortgeschritten Australien und Neuguinea Artenschutz beachten
Westliche Hakennasennatter Heterodon nasicus Eine kleine Bodenschlange, die lieber gräbt als klettert und bei Störung ein beeindruckendes Theater aufführt. Ihre vergrösserten hinteren Oberkieferzähne verlangen Respekt beim Umgang. Fortgeschritten Nordamerika Keine Bewilligung
Westliche Sandboa Eryx jaculus Klein, grabend und unauffällig. Bei ihr entscheiden Herkunft und Unterart darüber, wie warm und wie trocken sie gehalten wird. Fortgeschritten Südosteuropa, Nordafrika und Vorderasien Artenschutz beachten
Texas-Klapperschlange Crotalus atrox Eine lebensgefährlich giftige Art. Haltung ausschliesslich mit Bewilligung, Sachkunde, gesichertem Giftschlangenterrarium und einem funktionierenden Notfallplan. Experte Südwesten der USA und Nordmexiko Bewilligung nötig
Dunkler Tigerpython Python bivittatus Wirkt ruhig und ist doch ausserordentlich kraftvoll. Eine Grossschlange, die Platz im Raummassstab braucht und in der Schweiz bewilligungspflichtig ist. Experte Süd- und Südostasien Bewilligung nötig
Gartenboa Corallus hortulanus Nachtaktiv, blitzschnell und oft ausgesprochen defensiv. Sie ist eher zum Beobachten als zum Anfassen und braucht Höhe. Experte Tropisches Südamerika Artenschutz beachten
Grüne Hundskopfboa Corallus caninus Ein Tier für erfahrene Halter: hoch spezialisiert, stressempfindlich und auf präzises Klima mit guter Luftbewegung angewiesen. Experte Nordöstliches Südamerika Artenschutz beachten
Grüner Baumpython Morelia viridis Auffällig, aber nichts für den Anfang: Er sitzt fast immer auf dem Ast, reagiert empfindlich auf Störung und verzeiht schlechte Lüftung nicht. Experte Neuguinea und Nordaustralien Artenschutz beachten
Madagaskar-Hundskopfboa Sanzinia madagascariensis Eine baumbewohnende Boa aus Madagaskar. Neben der Haltung sind hier vor allem Artenschutz- und Herkunftspapiere entscheidend. Experte Madagaskar Artenschutz beachten
Mandarinnatter Euprepiophis mandarinus Schön gezeichnet, aber heikel: Sie lebt versteckt, reagiert stark auf Stress und verträgt Wärme deutlich schlechter als die meisten Nattern. Experte Ost- und Südostasien Keine Bewilligung
Netzpython Malayopython reticulatus Die längste Schlange der Welt. Haltung nur in professionell gesicherter Anlage, mit Bewilligung, Sachkunde und einem Plan für den Notfall. Experte Südostasien Bewilligung nötig
Brasilianische Regenbogenboa Epicrates cenchria Der schillernde Glanz auf den Schuppen entsteht durch Lichtbrechung, nicht durch Farbe. Die Art braucht deutlich mehr Feuchtigkeit als andere Boas und quittiert Trockenheit mit Häutungsproblemen. Fortgeschritten Südamerika Artenschutz beachten
Gophernatter Pituophis catenifer Eine kräftige, wühlfreudige Natter, die bei Störung laut zischt und mit dem Schwanz vibriert: Eine Klapperschlangen-Nachahmung ohne jede Gefahr. Sie frisst zuverlässig und wird gross. Fortgeschritten Nordamerika Keine Bewilligung
Erdnatter Pantherophis obsoletus Eine kräftige nordamerikanische Kletternatter, die grösser wird als die Kornnatter und ebenso zuverlässig frisst. Jungtiere sind bissig, erwachsene meist ausgesprochen ruhig. Einsteiger Nordamerika Keine Bewilligung
Echsen
Haltung, Herkunft und Rechtslage aus der App.
Bartagame Pogona vitticeps Tagaktiv, zutraulich und darum beliebt. Ihr Bedarf an starkem Licht, UVB und einem heissen Sonnenplatz wird regelmässig unterschätzt. Einsteiger Australien Keine Bewilligung
Blauzungenskink Tiliqua scincoides Ein bodenbewohnender Skink mit ruhigem Wesen und breitem Nahrungsspektrum. Er braucht vor allem Fläche und Grabmöglichkeit. Fortgeschritten Australien und Indonesien Artenschutz beachten
Grüner Leguan Iguana iguana Er wird sehr gross und lebt baumbewohnend: Der Platzbedarf eines ausgewachsenen Tiers sprengt jedes handelsübliche Terrarium. In der Schweiz bewilligungspflichtig. Experte Mittel- und Südamerika Bewilligung nötig
Zwergbartagame Pogona henrylawsoni Die kleine Schwester der Bartagame: gleiche Ansprüche, halbe Grösse. Wer das Terrarium für eine Bartagame nicht stellen kann, findet hier die ehrliche Alternative statt eines zu kleinen Beckens. Einsteiger Australien Keine Bewilligung
Rotkehlanolis Anolis carolinensis Eine der wenigen kleinen Echsen, die sich in einem bepflanzten Terrarium wirklich wohl zeigen. Sie wird nicht zahm. Wer eine Echse zum Anfassen sucht, ist hier falsch. Einsteiger Nordamerika Keine Bewilligung
Halsbandleguan Crotaphytus collaris Leuchtend gefärbt, sehr schnell und ausgesprochen wärmebedürftig. Er läuft bei Gefahr auf den Hinterbeinen. Dafür braucht er Strecke, und daran scheitern die meisten Terrarien. Fortgeschritten Nordamerika Keine Bewilligung
Grüne Wasseragame Physignathus cocincinus Eine grosse, gesellige Echse, die schwimmt und klettert. Sie braucht ein Becken, das eher an ein Zimmer erinnert als an ein Terrarium und rennt sonst gegen die Scheibe, bis die Schnauze wund ist. Fortgeschritten Südostasien Artenschutz beachten
Sahara-Dornschwanzagame Uromastyx geyri Ein Pflanzenfresser aus der Wüste, der Hitze braucht, wie sie kaum ein anderes Terrarientier verlangt. Falsches Futter (Insekten und Obst) führt bei dieser Art zuverlässig zu Nierenschäden. Fortgeschritten Nordafrika Artenschutz beachten
Stachelschwanzwaran Varanus acanthurus Einer der kleinsten Warane der Terraristik und einer der wenigen, die ohne Bewilligung gehalten werden dürfen. Klug, aktiv und neugierig, entsprechend schnell unterfordert. Experte Australien Artenschutz beachten
Berberskink Eumeces schneiderii Kräftig gebaut, goldbraun mit orangen Flecken und erstaunlich zutraulich. Er gräbt viel und verlangt vor allem eines: einen tiefen Bodengrund statt einer dekorativen Sandschicht. Einsteiger Nordafrika und Vorderasien Keine Bewilligung
Feuerskink Mochlus fernandi Leuchtend rot geflankt und schwarz-weiss gebändert: Eine der farbigsten Echsen überhaupt. Sie lebt versteckt im feuchten Bodengrund und zeigt sich nur zeitweise. Einsteiger Westafrika Keine Bewilligung
Steppenwaran Varanus exanthematicus Häufig als handzahmes Einsteigertier verkauft und fast ebenso häufig verfettet und zu klein gehalten. Ein Waran, der ein Zimmer braucht und in der Schweiz eine Bewilligung. Experte Afrika Bewilligung nötig
Argentinischer Schwarzweisser Teju Salvator merianae Über einen Meter lang, klug wie ein Hund und in der Schweiz bewilligungspflichtig. Wer den Platz und die Bewilligung hat, bekommt eines der zugänglichsten Reptilien überhaupt. Experte Südamerika Bewilligung nötig
Gila-Krustenechse Heloderma suspectum Eine der wenigen giftigen Echsen der Welt: langsam und meist ruhig, gerade deshalb oft unterschätzt. Ein Biss ist ein medizinischer Notfall. In der Schweiz bewilligungspflichtig. Experte Nordamerika Bewilligung nötig
Geckos
Haltung, Herkunft und Rechtslage aus der App.
Kronengecko Correlophus ciliatus Ein nachtaktiver Kletterer aus Neukaledonien, der ohne starke Wärme auskommt. Höhe, Feuchtigkeit und Kletterstruktur sind hier entscheidend. Einsteiger Neukaledonien Keine Bewilligung
Leopardgecko Eublepharis macularius Der wohl meistgehaltene Gecko: dämmerungsaktiv, bodenbewohnend und überschaubar im Platzbedarf. Auch er braucht Wärmegefälle und mehrere Verstecke. Einsteiger Süd- und Zentralasien Keine Bewilligung
Gargoyle-Gecko Rhacodactylus auriculatus Robuster und weniger heikel als der Kronengecko, mit knöchernen Höckern am Kopf. Auf Deutsch wird er auch Höckerkopfgecko genannt. Er kommt bei Zimmertemperatur aus und braucht keine Wärmetechnik: Einer der wenigen echten Einsteiger unter den Geckos. Einsteiger Neukaledonien Keine Bewilligung
Afrikanischer Fettschwanzgecko Hemitheconyx caudicinctus Der westafrikanische Verwandte des Leopardgeckos: ruhiger, etwas feuchter gehalten und weniger verbreitet. Der dicke Schwanz ist Vorratsspeicher und zeigt auf einen Blick den Ernährungszustand. Einsteiger Westafrika Keine Bewilligung
Tokeh Gekko gecko Gross, farbig und laut: Der Ruf gibt der Art ihren Namen. Sie beisst kräftig zu und lässt lange nicht los; eine Art zum Beobachten, nicht zum Anfassen. Fortgeschritten Südostasien Artenschutz beachten
Neukaledonischer Riesengecko Rhacodactylus leachianus Der grösste Gecko der Welt, schwer, langsam und erstaunlich stimmfreudig. Ein Tier für Jahrzehnte: Weibchen werden über zwanzig Jahre alt. Fortgeschritten Neukaledonien Keine Bewilligung
Goldstaub-Taggecko Phelsuma laticauda Der zugänglichste der Taggeckos: leuchtend grün mit goldenem Rückenstaub, tagaktiv und in einem bepflanzten Becken ständig zu sehen. Anfassen lässt er sich trotzdem nicht: Seine Haut reisst bei Griff ein. Einsteiger Madagaskar Artenschutz beachten
Grosser Madagaskar-Taggecko Phelsuma grandis Mit bis zu 30 cm der grösste Taggecko im Handel und entsprechend kräftig. Er frisst auch kleinere Artgenossen. Vergesellschaftung ist bei dieser Art keine Frage des Platzes, sondern des Risikos. Fortgeschritten Madagaskar Artenschutz beachten
Blauer Bambusgecko Phelsuma klemmeri Handtellergross, türkisblau mit gelbem Kopf und so schmal, dass er in Bambusrohre passt. Eine der wenigen Phelsuma-Arten, die sich in kleinen Gruppen halten lässt. Fortgeschritten Madagaskar Artenschutz beachten
Sarasins Gecko Correlophus sarasinorum Der weniger bekannte Verwandte des Kronengeckos: grösser, kräftiger und deutlich lebhafter. Er springt weit und ist beim Öffnen des Terrariums schnell draussen. Benannt ist er nach den Basler Naturforschern Paul und Fritz Sarasin. Fortgeschritten Neukaledonien Keine Bewilligung
Chamäleons
In der Schweiz sind sämtliche Chamäleonarten bewilligungspflichtig.
Jemenchamäleon Chamaeleo calyptratus Chamäleons sind in der Schweiz bewilligungspflichtig. Das Jemenchamäleon gilt als robustestes unter ihnen. Einfach ist es trotzdem nicht. Experte Arabische Halbinsel Bewilligung nötig
Pantherchamäleon Furcifer pardalis Farbenprächtig und entsprechend gefragt. Wie alle Chamäleons bewilligungspflichtig, artenschutzrechtlich relevant und anspruchsvoll im Klima. Experte Madagaskar Bewilligung nötig
Teppichchamäleon Furcifer lateralis Klein, farbenfroh und kurzlebig: Teppichchamäleons werden selten älter als drei Jahre. Wie alle Chamäleons in der Schweiz bewilligungspflichtig. Experte Madagaskar Bewilligung nötig
Stummelschwanz-Chamäleon Rieppeleon brevicaudatus Ein Zwergchamäleon aus dem Laub ostafrikanischer Wälder: rund 8 cm lang, braun wie ein welkes Blatt und anders als die meisten Chamäleons in kleinen Gruppen zu halten. Wie alle Chamäleons bewilligungspflichtig. Fortgeschritten Ostafrika Bewilligung nötig
Schildkröten
Haltung, Herkunft und Rechtslage aus der App.
Griechische Landschildkröte Testudo hermanni Eine Schildkröte für draussen, nicht fürs Wohnzimmer: Freigehege, Sonne und eine echte Winterruhe gehören zwingend dazu. Fortgeschritten Südeuropa Artenschutz beachten
Maurische Landschildkröte Testudo graeca Der Griechischen Landschildkröte ähnlich und ebenso auf Freigehege, Sonne und Winterruhe angewiesen. Artenschutzpapiere sind Pflicht. Fortgeschritten Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien Artenschutz beachten
Rotwangen-Schmuckschildkröte Trachemys scripta elegans Wasserschildkröte mit hohem Platz- und Filterbedarf, die alt und gross wird. In Europa gilt sie als invasive Art. Aussetzen ist verboten und strafbar. Fortgeschritten Nordamerika In der Schweiz verboten
Breitrandschildkröte Testudo marginata Die grösste europäische Landschildkröte, mit ausgestelltem Panzerrand bei alten Tieren. Sie gehört das halbe Jahr ins Freigehege. Eine Zimmerhaltung ist bei dieser Art keine Haltung. Fortgeschritten Südeuropa Artenschutz beachten
Steppenschildkröte Testudo horsfieldii Vierzehig statt fünfzehig, aus Zentralasien statt aus dem Mittelmeerraum. Sie gräbt mehr als jede andere Landschildkröte und hält im Herkunftsgebiet sowohl Winter- als auch Sommerruhe. Fortgeschritten Zentralasien Artenschutz beachten
Gewöhnliche Moschusschildkröte Sternotherus odoratus Eine Wasserschildkröte, die klein bleibt: 12 cm statt 30. Damit ist sie die einzige der gängigen Arten, die in einem Aquarium dauerhaft artgerecht lebt statt darin zu vegetieren. Einsteiger Nordamerika Artenschutz beachten
Chinesische Dreikielschildkröte Mauremys reevesii Eine ruhige Wasserschildkröte mittlerer Grösse, die in ihrer Heimat stark bedroht ist. Nachzuchten sind verbreitet und deutlich verträglicher als die verbotene Rotwangen-Schmuckschildkröte. Fortgeschritten Ostasien Artenschutz beachten
Köhlerschildkröte Chelonoidis carbonarius Die verbreitetste tropische Landschildkröte im Handel und ganz anders zu halten als die europäischen: warm und feucht das ganze Jahr, ohne Winterstarre. Fortgeschritten Südamerika Artenschutz beachten
Zierschildkröte Chrysemys picta Die legale Alternative zur verbotenen Rotwangen-Schmuckschildkröte: ähnlich gross, ähnlich zu halten, aber ohne Verbot. Auch sie gehört niemals in ein Gewässer im Freien. Fortgeschritten Nordamerika Keine Bewilligung
Spornschildkröte Centrochelys sulcata Die drittgrösste Landschildkröte der Welt: Aus einem Schlüpfling von 5 cm wird ein Tier mit 60 bis 80 cm Panzerlänge, das Jahrzehnte lebt und das ganze Jahr Wärme braucht. In der Schweiz bewilligungspflichtig. Experte Afrika Bewilligung nötig
Amphibien
Keine Reptilien, aber in der App geführt.
Axolotl Ambystoma mexicanum Ein dauerhaft im Larvenstadium bleibender Schwanzlurch. Er lebt im kühlen Aquarium. Wärme ist für ihn nicht angenehm, sondern schädlich. Einsteiger Mexiko Artenschutz beachten
Schmuckhornfrosch Ceratophrys ornata Ein Frosch, der fast nur aus Maul besteht und sich eingegraben auf Beute lauert. Er bewegt sich kaum: Was ihn pflegeleicht macht und zugleich dazu verleitet, ihn zu überfüttern. Einsteiger Südamerika Keine Bewilligung- Cranwells Hornfrosch Ceratophrys cranwelli Die Hornfrosch-Art, die im Handel am häufigsten angeboten wird, auch Chaco-Hornfrosch genannt. Er sitzt eingegraben auf der Lauer und schnappt nach allem, was ins Maul passt: Die grösste Gefahr in der Haltung ist zu viel Futter. Einsteiger Südamerika Keine Bewilligung
Korallenfinger-Laubfrosch Litoria caerulea Ein grosser, ruhiger Laubfrosch mit dauerhaft freundlichem Gesichtsausdruck. Er wird bis zu zwanzig Jahre alt und neigt in Gefangenschaft stark zur Verfettung. Einsteiger Australien Keine Bewilligung
Chinesische Rotbauchunke Bombina orientalis Klein, tagaktiv und in der Gruppe zu halten. Eine der wenigen Amphibien, bei denen es im Becken tatsächlich etwas zu sehen gibt. Bei Gefahr zeigt sie den leuchtend roten Bauch. Einsteiger Ostasien Keine Bewilligung
Chinesischer Feuerbauchmolch Cynops orientalis Ein kleiner Wassermolch, der kühl gehalten wird. Im Sommer wird die Zimmertemperatur zum Problem, nicht die Heizung im Winter. Einsteiger Ostasien Keine Bewilligung
Gelbgebänderter Baumsteiger Dendrobates leucomelas Schwarz-gelb, laut rufend und tagaktiv: Der Einstieg unter den Pfeilgiftfröschen. Nachzuchten sind ungiftig, weil das Gift aus der Nahrung wildlebender Tiere stammt und im Terrarium nie entsteht. Einsteiger Südamerika Artenschutz beachten
Färberfrosch Dendrobates tinctorius Einer der grössten Baumsteiger und in unzähligen Farbschlägen im Handel, darunter der leuchtend blaue «Azureus». Kräftiger und weniger heikel als die kleinen Arten. Einsteiger Südamerika Artenschutz beachten
Baumsteiger Ranitomeya imitator Ranitomeya imitator Kaum zwei Zentimeter gross und die erste Amphibienart, bei der genetisch nachgewiesen wurde, dass die Paare monogam leben. Beide Eltern kümmern sich um die Brut; das Weibchen füttert die Kaulquappen mit unbefruchteten Eiern. Fortgeschritten Südamerika Artenschutz beachten
Rotaugenlaubfrosch Agalychnis callidryas Das Postkartenmotiv der Terraristik: grün mit blauen Flanken, orangen Füssen und leuchtend roten Augen. Tagsüber sitzt er zusammengefaltet unter einem Blatt und ist praktisch unsichtbar. Fortgeschritten Mittelamerika Artenschutz beachten
Tomatenfrosch Dyscophus guineti Leuchtend orangerot, rundlich und ausgesprochen ruhig. Bei Bedrängung sondert er einen klebrigen Schleim ab, der Schleimhäute reizt: Ein Grund mehr, ihn nicht anzufassen. Einsteiger Madagaskar Artenschutz beachten- Roter Tomatenfrosch Dyscophus antongilii Die Weibchen werden tomatenrot und 8,5 bis 10,5 cm gross, die Männchen bleiben mit 6 bis 6,5 cm deutlich kleiner. Bei Gefahr bläht sich der Frosch auf und sondert ein klebriges Hautsekret ab, das Haut und Schleimhäute reizt. Einsteiger Madagaskar Artenschutz beachten
Glatter Krallenfrosch Xenopus laevis Ein reiner Wasserfrosch ohne Zunge, der seine Beute mit den Vorderbeinen ins Maul schiebt. Jahrzehntelang Labortier, deshalb erstaunlich anspruchslos und in Europa bereits als Neozoon verbreitet. Einsteiger Südliches Afrika Keine Bewilligung
Vogelspinnen
Spinnentiere, keine Reptilien und von der Tierschutzverordnung nicht erfasst.
Chile-Rosa Vogelspinne Grammostola rosea Die ruhigste der häufig gehaltenen Vogelspinnen und deshalb die klassische erste Art. Sie kommt trocken und ohne Technik aus, frisst aber monatelang nichts, ohne dass etwas fehlt. Einsteiger Südamerika Artenschutz beachten
Rotknie-Vogelspinne Brachypelma smithi Die Spinne aus den Filmen: schwarz mit orangeroten Knien, ruhig und sehr langlebig. Weibchen werden über zwanzig Jahre alt: Eine Anschaffung auf lange Sicht. Beim Kauf lohnt der Blick auf den wissenschaftlichen Namen: 2017 wurde die Art aufgeteilt, und ein grosser Teil der als smithi gehandelten Tiere ist in Wahrheit Brachypelma hamorii. Für Haltung und Schutzstatus macht das keinen Unterschied, für die Zucht schon. Einsteiger Mittelamerika Artenschutz beachten
Kraushaar-Vogelspinne Tliltocatl albopilosus Unverwüstlich und anspruchslos, mit auffällig gekräuselter Behaarung. Sie verzeiht Pflegefehler eher als die meisten anderen Arten und frisst zuverlässig. Einsteiger Mittelamerika Artenschutz beachten
Martinique-Baumvogelspinne Caribena versicolor Jungtiere sind leuchtend blau, erwachsene Tiere schimmern grün-rot. Die Art ist schön und beliebt, aber sie verzeiht schlechte Belüftung nicht, und daran scheitern die meisten Anfänger. Fortgeschritten Karibik Artenschutz beachten
Grünblaue Vogelspinne Chromatopelma cyaneopubescens Blaue Beine, oranger Hinterleib, grüner Panzer: Die farbigste Art der Terraristik. Sie verspinnt ihr halbes Terrarium und braucht es dabei staubtrocken. Fortgeschritten Südamerika Keine Bewilligung
Indische Ornament-Vogelspinne Poecilotheria regalis Gemustert wie Rinde, blitzschnell und mit einem Gift, das beim Menschen tagelange Krämpfe auslösen kann. Nichts für den Einstieg und in mehreren Ländern nur mit Auflagen zu halten. Experte Südasien Artenschutz beachten
Skorpione
Spinnentiere. Gifttiere: Für sie können kantonale Vorschriften gelten.
Kaiserskorpion Pandinus imperator Einer der grössten Skorpione der Welt, tiefschwarz und mit vergleichsweise schwachem Gift. Er greift eher mit den Scheren zu als mit dem Stachel. Ein Einstiegstier, das man ausschliesslich beobachtet. Einsteiger Westafrika Artenschutz beachten
Asiatischer Waldskorpion Heterometrus spinifer Dem Kaiserskorpion sehr ähnlich, aber wehrhafter und im Handel häufiger. Auch hier gilt: beobachten, nicht anfassen. Einsteiger Südostasien Keine Bewilligung
Gottesanbeterinnen
Insekten mit kurzer Lebenserwartung: meist rund ein Jahr.
Afrikanische Gottesanbeterin Sphodromantis lineola Die übliche Einsteigerart: gross, robust und mit gutem Appetit. Eine Gottesanbeterin lebt allerdings nur etwa ein Jahr. Wer ein langlebiges Tier sucht, ist hier falsch. Einsteiger Afrika Keine Bewilligung
Orchideenmantis Hymenopus coronatus Sieht aus wie eine Blüte und ist genau dafür gebaut: Beute fliegt sie an. Anspruchsvoller als die üblichen Arten und deutlich empfindlicher gegen falsche Feuchtigkeit. Fortgeschritten Südostasien Keine Bewilligung
Europäische Gottesanbeterin Mantis religiosa Die einzige einheimische Gottesanbeterin der Schweiz, vor allem im Wallis, im Tessin und in der Genferseeregion. Genau deshalb gilt für sie etwas, das für keine andere Art hier gilt. Einsteiger Europa und Asien Keine Bewilligung
Stab- und Gespenstschrecken
Oft das erste Terrarientier. Die Tiere dürfen nie ins Freie gelangen.
Australische Gespenstschrecke Extatosoma tiaratum Ein Tier wie ein vertrocknetes Blatt, das sich bei Störung wie ein Skorpion aufrichtet. Weibchen pflanzen sich ohne Männchen fort: Aus unbefruchteten Eiern schlüpfen weitere Weibchen. Einsteiger Australien Keine Bewilligung
Wandelndes Blatt Phyllium philippinicum Die vollkommenste Tarnung im Tierreich: flach, grün, mit nachgeahmten Blattadern und Frassspuren. Empfindlicher als Stabschrecken und auf gleichmässige Feuchtigkeit angewiesen. Fortgeschritten Südostasien Keine Bewilligung
Indische Stabschrecke Carausius morosus Das klassische erste Terrarientier: anspruchslos, ungefährlich und in jedem Zimmer zu halten. Sie vermehrt sich ohne Männchen und genau das macht sie zum Problem, wenn Tiere ins Freie gelangen. Einsteiger Südasien Keine Bewilligung
Nach der Rechtslage sortiert
Dieselben Arten, gruppiert nach dem, was das Schweizer Recht dazu sagt.
80
Ohne Bewilligung
Welche Reptilien darf man in der Schweiz ohne Bewilligung halten?
12
Bewilligungspflichtig
Für welche Reptilien braucht man in der Schweiz eine Bewilligung?
1
Verboten
Welche Reptilien und Amphibien sind in der Schweiz verboten?
51
Artenschutz und CITES
Welche Reptilien brauchen in der Schweiz Artenschutzpapiere?
Wie diese Seiten entstehen
Haltung, Herkunft und Rechtslage kommen aus derselben Datenbank wie in der App. Haltungsangaben gibt es für 92 der 93 Arten, bei der verbotenen Rotwangen-Schmuckschildkröte bewusst nicht.
Die Einstufung von Einsteiger bis Experte ist eine Einordnung für diese Website und keine Vorgabe. Sie richtet sich nach Platzbedarf, Klimaansprüchen, Stressempfindlichkeit und Gefährdungspotenzial. Nicht danach, wie hübsch oder wie verbreitet eine Art ist.
Zu einigen Arten führt die App noch kein eigenes Rechtsprofil. Dort steht auf der Artenseite ausdrücklich, dass keine Einstufung hinterlegt ist. Verbindlich Auskunft gibt in jedem Fall das kantonale Veterinäramt.
