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ArtenZwergbartagame

Zwergbartagame

Pogona henrylawsoni

Die kleine Schwester der Bartagame: gleiche Ansprüche, halbe Grösse. Wer das Terrarium für eine Bartagame nicht stellen kann, findet hier die ehrliche Alternative statt eines zu kleinen Beckens.

Gruppe
Echse
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Australien
Zwergbartagame (Pogona henrylawsoni) auf sandigem Boden
Foto: Max Tibby, Wikimedia Commons, CC0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Australien
Länder
Zentrales Queensland
Lebensraum
Trockene Grasebenen mit Rissböden und wenig Bewuchs

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Fläche zählt mehr als Höhe, mit strukturierter Bodenlandschaft.
Temperatur
Sonnenplatz 42–45 °C, Umgebung 28–32 °C, Nachtabsenkung auf 20–22 °C.
Luftfeuchtigkeit
30–40 %, trocken. Nachts darf sie kurz ansteigen.
Licht
Starkes UV-B über dem Sonnenplatz, zwölf bis vierzehn Stunden Licht. Ohne UV-B entsteht binnen Monaten Knochenschwund.
Bodengrund
Lehm-Sand-Gemisch, fest genug zum Graben ohne Einsturz.
Einrichtung
Flache Steine unter dem Strahler, Wurzeln, mehrere Verstecke auf verschiedenen Temperaturstufen.
Wasser
Flache Schale; getrunken wird selten, Feuchtigkeit kommt über das Futter.
Fütterung
Zwei Drittel Grünfutter, ein Drittel Insekten bei erwachsenen Tieren; Jungtiere umgekehrt. Kalk und Vitamin D3 nach Plan.
Verhalten
Tagaktiv, neugierig, wenig scheu. Winken und Kopfnicken sind Verständigung, kein Spiel.
Umgang
Kurzes Aufnehmen wird toleriert. Nie am Schwanz greifen.
Vergesellschaftung
Einzeln oder ein Männchen mit mehreren Weibchen. Zwei Männchen kämpfen bis zur Verletzung.
Gesundheit
Häufigste Probleme: Knochenschwund durch fehlendes UV-B und Verfettung durch zu viele Insekten.
Jahresverlauf
Winterruhe von acht bis zwölf Wochen bei 15–18 °C; sie gehört zum Jahreslauf und fördert die Gesundheit.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig. Strahler so anbringen, dass Verbrennungen ausgeschlossen sind.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung gibt keine Zentimeter vor, sondern Vielfache der Körperlänge. Für diese Art gilt Ziffer 20 (Bartagamen): Grundfläche 5 × 4 Körperlängen, Höhe 4 Körperlängen. Die Grundfläche gilt für bis zu zwei Tiere; jedes weitere Tier verlangt zusätzlich 2 × 2 Körperlängen.

Als Körperlänge zählt bei dieser Gruppe die Kopf-Rumpf-Länge, also ohne Schwanz. Massgebend ist das grösste Tier im Gehege. Kleiner darf das Gehege auch dann nicht sein, wenn weniger Tiere darin leben, als die Tabelle nennt.

Kopf-Rumpf-LängeMindestens
10 cm50 × 40 × 40 cm
12 cm60 × 48 × 48 cm
14 cm70 × 56 × 56 cm

Vorübergehend dürfen Tiere in kleineren Gehegen gehalten werden: für die Quarantäne, zur Behandlung von Krankheiten und Unfällen, zur Eingewöhnung, zur Zucht und Aufzucht sowie für die Winter- oder Kältestarre oder die Trockenruhe (Vorbemerkung D zu den Reptilien).

Das ist die gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung. Ein Gehege, das genau diese Masse erreicht, ist erlaubt, aber nicht deshalb gut. Die Angaben unter «Haltung im Überblick» beschreiben, wie das Gehege eingerichtet sein soll, nicht wie klein es sein darf.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Zwergbartagame in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.