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ArtenNeukaledonischer Riesengecko

Neukaledonischer Riesengecko

Rhacodactylus leachianus

Der grösste Gecko der Welt, schwer, langsam und erstaunlich stimmfreudig. Ein Tier für Jahrzehnte: Weibchen werden über zwanzig Jahre alt.

Gruppe
Gecko
Einordnung
Fortgeschritten
Herkunft
Neukaledonien
Neukaledonischer Riesengecko (Rhacodactylus leachianus) auf einem Ast
Foto: Lennart Hudel, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Neukaledonien
Länder
Grande Terre und vorgelagerte Inseln
Lebensraum
Feuchte Wälder, Baumhöhlen in grosser Höhe

Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Hoch und stabil, mit kräftigen Ästen. Die Tierschutzverordnung nennt für Neukaledonische Riesengeckos kein Mindestmass. Richtschnur ist das deutsche Fachgutachten zur Reptilienhaltung von 1997: für ein Paar mindestens 6 × 6 × 8 Kopf-Rumpf-Längen, bei 22 cm also 132 × 132 × 176 cm.
Temperatur
22–27 °C, nachts 19–21 °C. Über 30 °C wird kritisch.
Luftfeuchtigkeit
60–75 %, abends sprühen, tagsüber abtrocknen.
Licht
Schwaches UV-B förderlich.
Bodengrund
Kokoshumus mit Laub.
Einrichtung
Dicke senkrechte Korkröhren als Tageshöhle, kräftige Äste. Die Tiere sind schwer und brauchen tragfähige Struktur.
Wasser
Schale und Tropfen an Blättern.
Fütterung
Fertigbrei für Fruchtgeckos zweimal wöchentlich, dazu Insekten und selten eine kleine Maus.
Verhalten
Nachtaktiv, ruhig, ortstreu. Gibt knurrende Laute von sich.
Umgang
Möglich, aber der Biss ist kräftig. Ruhig und langsam vorgehen.
Vergesellschaftung
Einzeln. Paare nur bei sehr grossem Becken und dauerhafter Beobachtung; Streit endet blutig.
Gesundheit
Sehr langlebig und robust, empfindlich gegen Wärme.
Jahresverlauf
Kühlere Phase im Winter bei 19–20 °C.
Sicherheit
Keine Bewilligung nötig.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung führt diese Art nicht auf. Bei den Schlangen etwa nennt die Tabelle nur Riesenschlangen (Pythons und Boas), Giftnattern, Vipern und Grubenottern sowie einzelne giftige oder gefährliche Nattern; für die übrigen steht dort keine Zahl.

Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Die Richtwerte im Rechner stammen aus dem Fachgutachten von 1997. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Neukaledonischer Riesengecko in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.