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ArtenKalifornische Kettennatter

Kalifornische Kettennatter

Lampropeltis californiae

Wach, unterwegs und mit ausgeprägtem Futtertrieb. Sie frisst im Zweifel auch andere Schlangen. Einzelhaltung ist deshalb keine Empfehlung, sondern Pflicht.

Gruppe
Schlange
Einordnung
Einsteiger
Herkunft
Westliches Nordamerika
Kalifornische Kettennatter (Lampropeltis californiae)
Foto: Connor Long, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wo die Art herkommt

Weltregion
Westliches Nordamerika
Länder
Westen der USA und Nordwesten Mexikos
Lebensraum
Wüsten, Grasland, Wälder, Küstenregionen und felsige Gebiete

Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.

Haltung im Überblick

Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.

Terrarium
Sehr ausbruchsicheres Terrarium mit grosser Grundfläche. Die Tierschutzverordnung nennt für Königsnattern kein Mindestmass. Richtschnur ist das deutsche Fachgutachten zur Reptilienhaltung von 1997: mindestens 1 × 0,5 × 0,5 Körperlängen, bei 120 cm Gesamtlänge also 120 × 60 × 60 cm.
Temperatur
Wärmeplatz 28–31 °C, kühle Zone 21–24 °C.
Luftfeuchtigkeit
Etwa 40–55 %, feuchte Häutungsbox lokal.
Licht
Tageslicht und schwaches UVB sinnvoll.
Bodengrund
Grabfähige Erde-/Rindenmischung.
Einrichtung
Zwei enge Verstecke, Äste, Kork und Deckung.
Wasser
Stabile Trinkschale.
Fütterung
Aufgetaute Nager, körperzustandsorientiert.
Verhalten
Aktiv, neugierig und ausgeprägter Futtertrieb.
Umgang
Vor und nach Handling Hände von Futtergeruch reinigen.
Vergesellschaftung
Strikte Einzelhaltung; kann andere Schlangen fressen.
Gesundheit
Auf Atemwege, Maul, Milben und Gewicht achten.
Jahresverlauf
Zwei bis drei Monate Winterruhe bei 12–15 °C entsprechen dem Jahresrhythmus im Herkunftsgebiet. Zwei bis drei Wochen vorher die Fütterung einstellen, dann über zwei Wochen abkühlen und ebenso langsam wieder anwärmen. Für die Fortpflanzung ist die Ruhe die Voraussetzung, für ein Heimtier ohne Zuchtabsicht nicht zwingend.
Sicherheit
Sehr guter Ausbruchsschutz; Kannibalismusrisiko.

Rechtslage in der Schweiz

Keine Bewilligung vorgesehen

Keine Bewilligung nötig. Die Gattung steht in der Verordnung des BLV über die Haltung von Wildtieren (SR 455.110.3) auf der Liste der ungefährlichen Giftschlangen und ist damit von der Bewilligungspflicht nach Art. 89 Buchstabe h TSchV ausgenommen

Kein Sachkundenachweis vorgesehen

Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt

Kein CITES-Eintrag

Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen

Mindestmasse für das Gehege

Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung führt diese Art nicht auf. Bei den Schlangen etwa nennt die Tabelle nur Riesenschlangen (Pythons und Boas), Giftnattern, Vipern und Grubenottern sowie einzelne giftige oder gefährliche Nattern; für die übrigen steht dort keine Zahl.

Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Die Richtwerte im Rechner stammen aus dem Fachgutachten von 1997. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.

Mindestmass berechnen

Was das Gehege bieten muss

Ausbruchsicheres Terrarium, artspezifische Temperaturzonen, geeignete Feuchtigkeit, Rückzugsmöglichkeiten, Wasser, Bodengrund und gegebenenfalls Winter- oder Trockenruhe bereitstellen. Lebendfütterung ist nur unter den engen Voraussetzungen von Art. 4 Abs. 3 TSchV zulässig.

Unterlagen

Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Bei Import oder Ausfuhr gelten zusätzlich tierseuchen- und artenschutzrechtliche Bestimmungen.

Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage

Kalifornische Kettennatter in ReptiCare führen

Steckbrief anlegen, Terrariummasse prüfen, Fütterungen und Häutungen festhalten.