ArtenGargoyle-Gecko
Gargoyle-Gecko
Rhacodactylus auriculatus
Robuster und weniger heikel als der Kronengecko, mit knöchernen Höckern am Kopf. Auf Deutsch wird er auch Höckerkopfgecko genannt. Er kommt bei Zimmertemperatur aus und braucht keine Wärmetechnik: Einer der wenigen echten Einsteiger unter den Geckos.
- Gruppe
- Gecko
- Einordnung
- Einsteiger
- Herkunft
- Neukaledonien

Wo die Art herkommt
- Weltregion
- Neukaledonien
- Länder
- Süden der Hauptinsel Grande Terre
- Lebensraum
- Trockenere Buschwälder und Waldränder
Zu dieser Art führt die App noch keine Herkunftsangabe. Die Verbreitung stammt hier aus der Fachliteratur.
Der natürliche Lebensraum ist der Massstab für die Einrichtung. Wer weiss, woher ein Tier stammt, versteht auch, warum es Wärmezonen, Verstecke und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit braucht.
Haltung im Überblick
Dieselben Angaben stehen in der App im Steckbrief des Tieres.
- Terrarium
- Hochformatig, Höhe vor Fläche. Die Tierschutzverordnung nennt für Gargoyle-Geckos kein Mindestmass. Richtschnur ist das deutsche Fachgutachten zur Reptilienhaltung von 1997: für ein Paar mindestens 6 × 6 × 8 Kopf-Rumpf-Längen, bei 12 cm also 72 × 72 × 96 cm.
- Temperatur
- 22–26 °C tagsüber, nachts 18–20 °C. Über 28 °C wird es gefährlich.
- Luftfeuchtigkeit
- 60–70 %, abends sprühen, tagsüber abtrocknen lassen.
- Licht
- Schwaches UV-B ist förderlich, aber nicht zwingend.
- Bodengrund
- Kokoshumus mit Laub.
- Einrichtung
- Korkröhren, Äste, breitblättrige Pflanzen. Der Gecko schläft tagsüber senkrecht an Rinde.
- Wasser
- Wassertropfen von Blättern; zusätzlich eine kleine Schale.
- Fütterung
- Fertigbrei für Fruchtgeckos zwei- bis dreimal wöchentlich, dazu Insekten einmal pro Woche.
- Verhalten
- Dämmerungs- und nachtaktiv, ruhig, hält sich meist an einer Stelle auf.
- Umgang
- Kurz und selten. Der Schwanz kann abgeworfen werden, wächst aber nach.
- Vergesellschaftung
- Einzeln oder ein Paar. Männchen untereinander niemals.
- Gesundheit
- Sehr robust. Hitze über 30 °C wird schlecht vertragen.
- Jahresverlauf
- Keine Winterruhe: Neukaledonien. Von Juni bis September eine kühlere Phase von acht bis zehn Wochen bei 18–22 °C tags und 16–18 °C nachts. Der Gargoyle-Gecko verträgt Wärme über 28 °C schlecht — die kühlere Jahreszeit ist für ihn Erholung, nicht Entbehrung.
- Sicherheit
- Keine Bewilligung nötig.
Rechtslage in der Schweiz
Keine Bewilligung vorgesehen
Keine Bewilligung nötig. Die Art gehört zu keiner der in Art. 89 TSchV aufgezählten Gruppen
Kein Sachkundenachweis vorgesehen
Kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Er ist nur für die in Art. 89 TSchV genannten Tiere verlangt
Kein CITES-Eintrag
Nicht in den CITES-Anhängen geführt: Einfuhr und Weitergabe brauchen keine Artenschutzpapiere. Der Kaufbeleg gehört trotzdem in die Unterlagen
Mindestmasse für das Gehege
Anhang 2 Tabelle 5 der Tierschutzverordnung führt diese Art nicht auf. Bei den Schlangen etwa nennt die Tabelle nur Riesenschlangen (Pythons und Boas), Giftnattern, Vipern und Grubenottern sowie einzelne giftige oder gefährliche Nattern; für die übrigen steht dort keine Zahl.
Dann gilt die allgemeine Regel in Anhang 2 (Buchstabe K): Das Gehege muss so gross sein, dass alles, was die Art braucht (Verstecke, Wärmeplatz, Kletteräste), sinnvoll angeordnet werden kann. Als Massstab nennt die Verordnung Fachgutachten auf wissenschaftlicher Grundlage. Eine verbindliche Zahl gibt es deshalb nicht. Die Richtwerte im Rechner stammen aus dem Fachgutachten von 1997. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt.
Was das Gehege bieten muss
Artgerechte Wärme- und Lichtzonen, gegebenenfalls UV-B, geeigneter Bodengrund, Rückzug, Kletter- oder Grabmöglichkeiten, Wasser und natürliche Ruheperioden sicherstellen.
Unterlagen
Kaufvertrag und Herkunftsnachweis aufbewahren. Wissenschaftlichen Namen verwenden, um CITES- und Einfuhrstatus zuverlässig zu prüfen.
Diese Angaben sind eine Orientierung, keine Rechtsberatung. Verbindlich Auskunft gibt das kantonale Veterinäramt; massgebend ist der Verordnungstext. Mehr zur Rechtslage
